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Der Wilflinger Schellnarr, die sicherlich jüngere Fasnetsfigur stammt vermutlich aus dem frühen 18. Jahrhundert. Durch seine Optik wird diese Figur zu den sogenannten Weißnarren gezählt, und deutet durch seine übrige Gestaltung auf eine Sommersymbolisierung hin. Zum Häs gehören:

Eine weiße Hose, ein weißes Hemd, weiße Handschuhe, ein hüftlanger Umhang sowie ein Spitzhut, an welchem ein Ross-Schweif angebracht ist. Alle Gewandteile sind mit Ausnahme des Hemdes mit runden Filzflecken besetzt. (In den Farben blau/ rot/ grün/ schwarz). Das Muster der Filzflecken wird durch bunte längs angebrachte Stoffbänder ergänzt. Der Umhang ist zusätzlich mit langen roten Fransen eingefasst. Eine rote langgebundene Halsschleife schließt den Hemdkragen ab.

Die Glattlarve, aus Lindenholz geschnitzt, zeigt ein liebliches Jungmännergesicht. Maske, Kopfputz und übriges Häs, vereinen sich zu einer eleganten Rokoko- Fasnetsfigur, deren Entstehung in einem rein bäuerlichen Dorf, am Rande der rauen Alb, nur schwer vorstellbar ist.

Während alle Geschelle in Südwestdeutschland über die Schulter hängen, tragen die Tiroler und die innerschweizerischen Maskenfiguren ihre Glocken auf Leibgurte genietet. So tragen die Wilflinger Schellnarren in Vierer- oder Fünferreihen ihre Schellenriemen auf der Hüfte, was zu einem gewaltigen Klangerlebnis führt.



 

Es ist denkbar, dass die in der Ortsbeschreibung erwähnte Familie de Baratti, die dem Namen nach romanischer Herkunft ist, im 18 Jahrhundert solche oder ähnliche Narrenkleider ins Dorf gebracht hat. In seiner Betrachtung ist der Wilflinger Schellnarr als fasnachtlicher Exot anzusehen.